Das PMS (Prämenstruelles Syndrom) setzt sich aus einer Vielzahl von körperlichen und emotionalen Beschwerden vor dem Eintreten der Regelblutung zusammen. Diese sind von Frau zu Frau verschieden. Diese Beschwerden können zwischen vier bis vierzehn Tage vor der Menstruation eintreten. Manche Frauen leiden ihr ganzes Leben darunter. Andere wiederum nur zu Beginn der ersten Regelblutung oder nach der Geburt der Kinder. Auch das ist ziemlich unterschiedlich. Aber für alle Frauen gilt: Es gibt sowohl Medikamente als auch Naturheilmittel dagegen. PMS gibt es, seit dem es Menschen gibt.

 

PMS Fragebogen

Der nachstehende Selbsttest soll Ihnen helfen, festzustellen, ob Sie tatsächlich an PMS leiden. Oftmals haben Beschwerden vor der Periode ihren Ursprung in Stress, Überarbeitung oder Änderung der Lebensumstände.

Lesen Sie nachstehende Fragen aufmerksam durch und notieren Sie die Anzahl der mit “Ja” beantworteten Fragen:

1. Sind Gesicht, Hände, Knöchel, Brüste geschwollen oder der Bauch aufgebläht?
2. Haben Sie in den letzten beiden Wochen ca. 2 kg zugenommen, ohne dass sie mehr gegessen haben?
3. Sind Sie leichter gereizt als sonst?
4. Ziehen Sie sich mehr als gewöhnlich zurück?
5. Plagen Sie mehr Selbstzweifel als sonst oder neigen zur Sprunghaftigkeit?
6. Leisten Sie weniger als sonst?
7. Fühlen Sie sich innerlich unwohl?
8. Haben Sie eine deutliche Änderung in Ihrem Sexualleben festgestellt?
9. Beeinträchtigen Ihre Beschwerden Ihre Leistungsfähigkeit?
10. Können Sie vor der Periode nicht entspannen?
11. Sind Sie verwirrt und unsicher?
12. Fühlen sich Ihre Brüste schmerzhaft und berührungsempfindlich an?
13. Plagt Sie der Heißhunger auf Süßes oder Salziges?
14. Geraten Sie leichter als sonst aus der Fassung?
15. Fühlen Sie sich häufiger als sonst depressiv?
16. Haben Sie Mühe, sich zu konzentrieren?
17. Sind Sie vor der Periode ungeschickter als sonst?
18. Leiden Sie unter Stimmungsschwankungen?
19. Bemerken auch Ihre Mitmenschen ein verändertes Verhalten an Ihnen?
20. Essen Sie mehr als sonst?
21. Werden Sie schneller erschöpft als sonst?
22. Ist Ihre Handschrift unregelmäßiger als sonst?
23. Verschieben Sie Aufgaben mehr als üblich?

 

Auswertung des Fragebogens

a) Sie haben weniger als 10 Mal mit “Ja” geantwortet?
Glückwunsch, dann sind die Beschwerden nur vorübergehend.b) Sie haben mehr als 10 Mal mit “Ja” geantwortet?
Sie gehören leider zu den 30 Prozent der Frauen, die jeden an PMS leiden.

Was sind die Ursachen für PMS?

Obwohl Frauen seit Menschengedenken an diesen Beschwerden leiden, ist bis heute nicht bekannt, woher diese kommen. Tatsache ist, dass es im Zeitraum zwischen Eisprung und Menstruation zu hormonellen Schwankungen kommt. Die meisten Beschwerden treten auch während der Schwangerschaft auf. Dazu zählen vor allem Einlagerungen von Wasser im Gewebe und schmerzhafte Brüste sowie Kopfschmerzen. Gemütsschwankungen sind dabei keine Seltenheit.

Wie kann betroffenen Frauen geholfen werden?

Da Frauen auf der ganzen Welt an diesen Beschwerden schon seit ewigen Zeiten leiden, hat sich im Laufe der Zeit eine breit gefächerte Sammlung an Naturheilmethoden formiert. Eindeutig bewiesen ist, dass sich gesunde Ernährung, Verzicht auf Tabak und Alkohol sowie regelmäßige körperliche Aktivitäten positiv auf die Beschwerden auswirken. Geeignete Arzneimittel verschreibt jeder Arzt bzw. sind in jeder Apotheke erhältlich. Die Homöopathie sowie die Traditionelle Chinesische Medizin verfügen ebenfalls über ein reichhaltiges Angebot.

Die europäische Naturheilkunde greift vor allem auf Mönchspfeffer, der bereits im Altertum gegen diese Beschwerden verwendet wurde, zurück. Das Hormon Prolaktin steigt während der zweiten Zyklushälfte an. Das bewirkt das schmerzhafte Anschwellen der Brüste und Beine. Ein Extrakt aus den reifen Blüten vermindert die Ausschüttung dieses Hormons.

Nachtkerzenöl ist ebenfalls ein bewährtes Naturheilmittel, das ähnlich wie der Mönchspfeffer wirkt.
Traubensilberkerze und Johanniskraut sind weitere Mittel aus der Natur. Bei Johanniskraut sollten Sie vorsichtig sein, denn es schwächt die Wirkung der Pille.

Schüssler Salze wirken ausgleichend auf den Hormonhaushalt. Dazu zählen die Salze Nr. 2, 4, 7, 17 und 19. Von jedem Salz sollten je 10 Tabletten in einem bis eineinhalb Liter Tee oder Wasser gelöst werden. Die Flüssigkeit sollte über den Tag verteilt getrunken werden. Gegen Wassereinlagerungen helfen Tees aus Brennnesselblättern, Schachtelhalmkraut, Heuhechelwurzel oder Birkenblättern.

Darüber hinaus wirken Gemüse (Hülsenfrüchte) und Obst, wie zum Beispiel die Avocado (Vitamin B6) positiv auf den Hormonspiegel. Haferflocken und Kakao enthalten ebenfalls einen sehr hohen Anteil an Vitamin B6.

Weiterhin hilft eine Wärmeflasche oder ein warmer Heublumenbeutel auf dem Bauch. Magnesium in Wasser aufgelöst getrunken verschafft auch Linderung. Kalte Lavendelkompressen helfen gegen schmerzende Brüste. Meersalzbäder in kühlem Wasser entzieht dem Gewebe Wasser. Viel Trinken schwemmt das überschüssige Wasser aus dem Körper aus. Schwimmen ist eine Aktivität, die während dieser Zeit wahre Wunder wirken kann.

 

Fazit

Diese Naturheilmittel nutzen Frauen schon seit ewigen Zeiten, da es diese Beschwerden ja auch schon immer gegeben hat. Egal, ob Sie es lieber mit Sport und gesunder Ernährung oder mit Kräutern probieren, Hauptsache, es hilft! Meistens ist eine Kombination, wie zum Beispiel schwimmen, Tee trinken, Gemüse und Obst erfolgreich. Aber nicht jede Frau ist gleich. Sollten die Beschwerden noch weiter bestehen, sollten Sie unbedingt Ihren Arzt zurate ziehen.

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